| Geschichtliches |
|
|
|
|
Erstmals wird Schönaich (Schoenenaich) im Jahre 1274 urkundlich erwähnt. Wobei es aufgrund Fundstücken nachweisbar bereits zu einer Besiedlung in der Jungsteinzeit 3500-1800 v. Chr. gekommen ist. Weitere Funde (Waffen und Schmuck aus Grabhügeln) entstammen der Bronzezeit 1800-800 v. Chr. und der älteren Eisenzeit 800-400 v. Chr. (keltische Statuen). Es wird vermutet, dass auch die Römer in Schönaich siedelten, allerdings sind dazu keine Beweise gefunden worden. Im 13. Jahrhundert geht der dem Pfalzgrafen von Tübingen gehörende Ort an die Herren von Urslingen (Landkreis Rottweil). Diese verkauften Schönaich dann im Jahr 1363 an Graf Eberhardt den Zweiten von Württemberg. Im Dreissigjährigen Krieg wird Schönaich nahezu entvölkert. Die Bewohnerzahl sank 1640 von 931 auf nur noch 50 Einwohner und es dauerte bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts, ehe sich Schönaich von diesem Kriegsschicksal erholt hatte. Die Haupterwerbsquellen waren damals waren Ackerbau, Viehzucht, Weberei und insbesondere der Obstanbau. Mit eine der schwärzesten Stunden erlebte die Gemeinde im September 1982, als bei einem verheerenden Busunglück 39 Schönaicher Bürger ihr Leben verloren und 43 Kinder zu Vollwaisen machte. Bei einer Mitglieder-Ausfahrt des TSV Schönaich ins schweizerische Pfäffikon kollidierte der Bus, aufgrund einer falsch gestellten Schranke, mit einem Regionalzug. Nur 2 Insassen überlebten die Katastrophe. Aufgrund der im Gemeindewappen aufgeführten Eiche kommt es immer wieder zu der Annahme, der Name Schönaich entstamme dem Baum. Richtig ist vielmehr, dass der Ortname vom naheliegenden Flüsschen "Aich" (auch Scheybach oder Schayenbach) stammt. |





